Will Muri an der Tabellenspitze weiter mitmischen, muss morgen Samstag mit Handball Emmen ein Schwergewicht aus dem Weg geräumt werden. Für die Freiämter ein erster echter Prüfstein. Der Schlüssel zum Erfolg wird sein, die Räume eines ehemaligen Profihandballers einzuengen.

Muri-Trainer Claude Bruggmann bringt die Bedeutung der Partie seiner Mannschaft von Morgen Samstag gegen Handball Emmen auf den Punkt: „Gegen Emmen sehen wir, wo wir wirklich stehen. Wenn man die Resultate von Kriens und Dagmersellen ansieht, waren es eher Pflichtsiege“. In der Tat kommt mit Handball Emmen ein anderes Kaliber ins Freiamt. Wirft man einen Blick auf die Tabelle, werden Kriens und Dagmersellen sich wohl eher Richtung Mittelfeld oder nach hinten orientieren müssen. Denn die Luzerner stehen mit Handball Wohlen zusammen, nach zwei gespielten Partien, punktelos am Ende der noch wenig aussagekräftigen Tabelle.

Emmen kommt mit Niederlage im Gepäck

Nur zwei Punkte vor den zwei sieglosen Mannschaften liegt Handball Emmen. Mit ein Grund dafür ist, dass Emmen vor Wochenfrist das Spitzenspiel gegen die SG HV Olten verlor. Diese beiden Mannschaften gehören auch zum engsten Favoritenkreis um die zwei Aufstiegsrunden Plätze. Der dritte im Bunde ist der KTV Altdorf. In wie weit der unberechenbare KTV Muotathal in den Dreikampf eingreifen kann, wird sich zeigen. Und da wäre noch der TV Muri. Träumen sei erlaubt. Wenn die Klosterdörfler Emmen besiegen würden, wäre man vier Zähler vor ihnen. Und mitten in der Spitzengruppe. Blenden darf sich Muri von den ersten beiden Siegen nicht. Will man gegen Emmen etwas Zählbares holen, ist eine klare Leistungssteigerung von Nöten. Vor allem in der Offensive. Mit einer Trefferquote wie gegen Dagmersellen (51 Prozent) wird es wohl nicht reichen. Vor allem muss man die vielen sogenannten einfachen Fehler abstellen. Für Muri spricht, dass der Gegner unter Druck steht. Auch die Tatsache, dass mit Tobias Wipf und Jerome Zucker eine gewaltige Portion Erfahrung ins Team zurückkehrt, nährt die Hoffnung auf eine Überraschung.

Alle gegen Mark Schelbert

Zum Stolperstein könnte aber die individuelle Klasse, namentlich das Urgestein Mark Schelbert werden. In den ersten beiden Partien schlug er bei den Gegnern gleich 28-mal ein. Gegen Dagmersellen allein traf der 34-Jährige 17-mal mit einer Quote von 85 Prozent. Der langjährige Profi Handballer glänzt aber nicht nur als Torschütze. Auch in Sachen Tore vorbereiten ist er Extraklasse. Seine Räume gilt es einzuengen. Was aber ein hartes Stück Arbeit werden könnte. Zu beweglich, zu schnell und zu Explosiv agiert der Schwyzer an einem guten Tag auf diesem Niveau. Den Schlüssel zum Erfolg sieht auch Claude Bruggmann in dieser Personalie. „Schelbert ist ein grosser Faktor. Wir müssen schauen, wenn er einen guten Tag erwischt, dass wir ihn in den Griff bekommen. Emmen hat aber noch weitere individuell starke Spieler“, warnt der Trainer. Auf eine Prognose will sich Bruggmann nicht festlegen: „Das ist extrem schwierig. Wir haben nichts zu verlieren. Emmen ist nach der Niederlage gegen Olten unter Druck. Wir werden versuchen eine maximale Leistung abzurufen und dann schauen was dabei herausschaut.“

 

Vorschau
 
Sa, 19.09.2020 | 16:00 Uhr
TV MURI - Handball Emmen
Muri Bachmatten
1. Liga