In Luzern kann der TV Muri morgen Samstag seine wiedergewonnene Stärke unter Beweis stellen. Gegen die SG Pilatus, die verhalten in die Saison gestartet ist, soll der zweite Saisonsieg her. Voraussetzung ist ein lückenloses Anknüpfen an die Leistung gegen Einsiedeln nach der Pause.

(ws) Trotz der Startniederlage gegen Muotathal bekommt der TV Muri in den folgenden Wochen die Gelegenheit, sich im Strichkampf in eine gute Position zu bringen. Denn die kommenden drei Gegner sind wohl allesamt Mannschaften, die es gilt, will man die Finalrunde erreichen, hinter sich zu lassen. Nichtsdestotrotz werden die Spiele gegen die SG Pilatus, Handball Wohlen und SG Horgen/Wädenswil keine Selbstläufer. Vor allem das Derby in zehn Tagen gegen Wohlen ist eine harte Knacknuss. Die Tabellensituation spielt dabei wohl eine untergeordnete Rolle. Bei solchen Partien werden Faktoren wie Nerven, Emotionen und auch der Spielverlauf mehr gewichtet.

Unberechenbare SG Pilatus

Ebenfalls eine unberechenbare Aufgabe erwartet die Freiämter morgen Samstag in Luzern. Da die SG Pilatus mit dem HC Kriens zusammenarbeitet, weiss man nie, was personell auf einem zukommt. Aufgrund der ersten beiden Runden ist aber Muri deutlich zu favorisieren. Der Auftritt in Einsiedeln nährt die Hoffnung, dass das Team von Claude Bruggmann langsam aber sicher in die Gänge kommt. Spätestens ab der zweiten Halbzeit lief es wie am Schnürchen. Da fiel auch der frühzeitige Spielausschluss von Tin Tokic nicht ins Gewicht. Im Gegenteil, die Gäste spielten sich in dieser Phase in einen Spielrausch. Lag Muri nach 23 Minuten noch vier Längen hinten, war es am Schluss ein Sieg mit 10 Toren Differenz. Dabei setzte sich der Abwehrstratege Linus Staubli für einmal offensiv ins Rampenlicht. Von den letzten acht Toren warf er fünf gleich selber.

Leidenschaft und Feuer sind zurück

Erfreulich war von den Rängen zu spüren, dass das Feuer in der Mannschaft wieder loderte. Eine Eigenschaft, die Muri in der Vergangenheit stark gemacht hat. „Wir haben den Gegner kaputtgekämpft“, meinte Trainer Claude Bruggmann nach der Partie treffend. Auch das typische Tempospiel ist eine Waffe, mit der viele Mannschaften in dieser Liga Mühe bekunden. Genau mit diesen Eigenschaften fügte die SG HV Olten dem Gegner von Morgen am vergangenen Samstag eine heftige 31:15-Klatsche bei. Schenkt man Online-Berichten glauben, fanden die Innerschweizer von der ersten Sekunde an, nie Zugriff auf die Partie. Tempo und eine starke Deckung waren für die Gastgeber der Schlüssel zum Erfolg. Tugenden, die im Normalfall auch auf die Spielweise der Murianer zutreffen.

Personell hat sich bei Muri wenig geändert. Mit David Wick, Tobias Kaufmann und Torhüter Ursin Schleiss, werden den Klosterdörflern drei wichtige Akteure weiterhin fehlen. Je nach Heilungsverlauf werden sie in den kommenden Wochen wieder ins Geschehen eingreifen. Zu hoffen ist, dass Muri das Cupspiel vom Mittwoch (nach Redaktionsschluss) am Genfer See, in Nyon schadlos und hoffentlich mit einem Sieg überstanden hat.

Vorschau
 
Sa, 15.09.2018 | 19:30 Uhr
SG Pilatus - TV MURI
Luzern, Maihof
1. Liga