Am kommenden Sonntag startet der TV Muri in die neue 1. Liga Saison. Dass die Freiämter einer anderen Gruppe zugeteilt wurden, ist eher ein Nachteil. Mit dem Aufsteiger HC Mutschellen wird der Kampf um die Freiämter Krone aufgemischt. Gespannt ist man auf die Neuverpflichtung Tin Tokic.

(WS) Kann der TV Muri die starke Qualifikation der Vorsaison bestätigen oder gelingt den Jungs von Claude Bruggmann gar eine Steigerung? Eine weitere Frage ist, ob es den Klosterdörflern gelingt, die vom TV Wohlen zurückerkämpfte Krone als Nummer eins im Freiamt zu verteidigen? Fragen die in den kommenden Monaten beantwortet werden. Fakt ist, die Murianer haben sich die Latte mit starken Leistungen in den vergangenen Jahren selbst hoch gelegt. Seit der Einführung der Final- und Abstiegsrunde war der Abstieg für Muri nie ein Thema. Beinahe problemlos schafften sie jeweils die Finalrunde.

Gegen Innerschweizer statt Zürcher

Einfacher wird dieses Unterfangen diese Saison aber nicht. Statt den Zürcher Teams wurden den drei Aargauer Mannschaften (TV Wohlen, HC Mutschellen, TV Muri) drei Innerschweizer Teams zugeteilt. Der KTV Muotathal und der HC Einsiedeln sind und waren für Muri in der Vergangenheit meist unbequeme Gegner. Letztere sorgten einmal mehr an der Transferfront für Furore und meldeten Ambitionen an. Die SG Pilatus, das dritte Innerschweizer Team, ist ebenfalls schwierig einzustufen. Mit dem HC Olten und der SG Horgen Wädenswil sind zwei weitere ambitionierte Mannschaften in der Gruppe 3.
Zündstoff bieten die Freiämter Derbys. Dass Wohlen und Muri sich nichts schenken, ist kein Geheimnis und belebt den regionalen Handball. Neu ist aber, dass mit dem HC Mutschellen ein weiterer Freiämter Verein in der 1. Liga angekommen ist. Dass dieser sich nicht als Kanonenfutter sieht, hat er vor einem Jahr angekündigt. Damals sprach man längerfristig sogar von der NLB. Wer schliesslich in den sauren Apfel der Abstiegsrunde zu beissen hat, wird sich zeigen. Für Muri ist es wichtig, gut aus den Startlöchern zu kommen und so den nervenaufreibenden Strichkampf auf Distanz zu halten.

Toptransfer bringt Erfahrung ins Team

Für die Freiämter spricht, dass sie ein eingespieltes Team sind. Personell bleibt mit einer Ausnahme alles beim Alten. Diese bildet Noah Gautschi, der den Verein Richtung Baden verlassen hat. Dafür ist es Sportchef Reinhard Sauer gelungen, einen echten Transfercoup zu landen. Mit Tin Tokic vom NLB-Ligisten Möhlin landete ein international erprobter Rückraumspieler im Freiamt. Die Präsenz des Italo-Kroaten sollte dem immer noch jungen Team Stabilität verleihen.

25:38-Cup Sieg gegen Stans 2

Entscheidend wird auch sein, dass die Mannschaft hungrig bleibt. Die Erfolge der letzten Jahre feierte sie nicht zuletzt dank einem unbändigen Siegeswillen. Ohne diese Mentalität ist Muri ein Durchschnittsteam und angreifbar. Diesbezüglich ist Trainer Claude Bruggmann gefordert, seine Jungs „heiss“ zu halten. Mit dem diskussionslosen 25:38 Auswärtssieg in der ersten Runde des Schweizer Cups gegen Stans 2 haben die Murianer ein erstes Ausrufzeichen gesetzt. Die Tatsache dass Muri in der Innerschweiz nicht in Vollbesetzung antrat, spricht für den starken Auftritt.
Bei der Mannschaftspräsentation am vergangenen Donnerstag war der Teamgeist der verschworenen Truppe greifbar. Erwähnenswert ist auch das neue Outfit. Das modische Dress vom Sportbekleidungshersteller Kempa, anstelle von Adidas, kann sich sehen lassen.

Team 2018/19

Oben v. links: M. Baumgartner, S. Strebel, F. Burkhard, L. Schwenkfelder, Jan Heusi. Jonas Heusi
Mitte v. links: Ch. Allemann (Präsident), Ch. Stenz, Y. Kaufmann, J. Zucker, Dominik Lang, Tin Tokic, L. Staubli, G. Schöpfer, C. Bruggmann (Trainer), Reinhard Sauer (Sportchef)
Vorne v. links: A. Wilms (Therapeutin), Dani Lang, T. Kaufmann, T. Wipf, O. Däpp, C. Femiano, F. Frey, N. Ransburg (Therapeutin)

Es fehlen: U. Schleiss, M. Di Simone (Co-Trainer).