Auf Murianer Seite wird man nach kräfteraubenden Wochen froh sein, die Saison morgen Samstag gegen Fides St. Gallen beenden zu können. Da zurzeit die erste Mannschaft wegen der Aufstiegsspiele der Reserven nicht Priorität hat, ist man in Personalnotstand.

(Ws) Nach einigen Höhen und noch mehr Tiefen, kommt das letzte Finalrundenspiel dem TV Muri einer Erlösung gleich. Die Partie vom Sonntag gegen Fides St. Gallen ist sogleich der Saisonabschluss. Zwar bäumte man sich vor zwei Wochen beim Unentschieden gegen die Seen Tigers nochmals auf. Was aber darauf in Wädenswil folgte, war eine Niederlage der gröberen Sorte. Die Bruggmann Truppe brach in den letzten 20 Minuten regelrecht ein.

Reserven haben Priorität

Diese Pleite zu dramatisieren, wäre aber fehl am Platz. Lagen doch die Gründe auf der Hand. Auf der einen Seite traf man gegen einen hochmotivierten Gegner, der im Kampf um die Aufstiegsspiele unbedingt einen Sieg brauchte und personell aus dem Vollen schöpfen konnte. Muri hingegen trat mit einem Rumpfteam an, welches kräftemässig seit Wochen auf dem Zahnfleisch läuft. Dass die Klosterdörfler dezimiert an den Zürichsee reisten, entsprach durchaus einer Logik. Diese erklärt sich mit den Aufstiegsambitionen der zweiten Mannschaft.
Da die Reserven am gleichen Tag ihr erstes Aufstiegsspiel für die 2. Liga in Pratteln gewonnen haben, ist die Rechnung schliesslich aufgegangen. Umso mehr, wenn man das Resultat und den Auftritt im Baselbiet in Betracht zieht. Zwar tat man sich vor der Pause (7:9) noch schwer. Was aber danach folgte, war eine Demonstration. Hinten liess man nur noch sechs Tore zu. Die Abwehrquote von 65 Prozent von Torhüter Tobias Christen, was auch einer starken Defensivleistung zu verdanken war, trug wesentlich dazu bei. Auch in der Offensive schaltete man einen Gang höher. Angeführt von den Fanionteam-Cracks Linus Staubli, Fabian Frei und Simon Strebel zog man kontinuierlich davon. Am Schluss stand es 13:26 für Muri.

Leichte personelle Entschärfung

Nichtsdestotrotz erhofft man sich bei der ersten Mannschaft morgen Samstag einen versöhnlichen Saisonabschluss. „Wir geben noch einmal alles und hoffen auf einen Sieg“, sagt Claude Bruggmann. Einen Erfolg vor eigenem Anhang würde die vergangenen Wochen in ein besseres Licht rücken. Nur schon psychologisch wäre ein positiver Abschluss erwünscht. Dazu der Trainer: „Wir haben zwei schwierige Monate hinter uns. Dementsprechend wollen wir die Saison mit einem guten Gefühl beenden.“ Personell sieht die Situation leicht besser aus. Da die Reserven diesmal drei Stunden zuvor ihr zweites Aufstiegsspiel austragen. „Da beide Mannschaften zu Hause spielen, habe ich die Möglichkeit für Doppeleinsätze“, erklärt Bruggmann.

Kennt man die Jungs von Claude Bruggmann, kann man annehmen, dass sie nochmals alles in die Waagschale werfen werden, um wieder auf die Siegesstrasse zurückzukehren. Ob ihre körperliche Verfassung einen Effort zulässt, wird sich aber zeigen.

Handball, 1. Liga, Finalrunde: TV Muri - SV Fides St. Gallen
Samstag, 28. April, 19.30 Uhr, Bachmatten, Muri

Vorschau
 
Sa, 28.04.2018 | 19:30 Uhr
TV MURI - SV Fides St. Gallen
Muri Bachmatten
1. Liga

Sieben Heimspiele am „TV Muri Weekend“

Neben der ersten Mannschaft beenden fünf weitere Teams des TV Muri Handball ihre Saison am kommenden Samstag in der Bachmatten. Ausserdem bestreiten die Damen und das Herren 2 ein weiteres Aufstiegsspiel. Im Rahmen des «Saisonabschluss 2018» finden folgende Spiele in der Bachmatten statt:
10:15, MU17Inter: SG Wohlen/Muri – SG Thalwil
11:45, MU13Promotion: TV Muri – TV Endingen 2
13:15, MU15Promotion: TV Muri – HSC Suhr Aarau 6
14:45, MU15Inter: SG Wohlen/Muri – Füchse Emmenbrücke
16:15, Männer 3. Liga Aufstiegsspiel.: TV Muri – HGO
17:45, Frauen 3. Liga Aufstiegsspiel.: TV Muri – HR Hochdorf
19:30, M 1. Liga: TV Muri – SV Fides St. Gallen