Dem Murianer 1.Liga Team gelingt nach drei aufeinander folgenden Niederlagen der Befreiungsschlag. Trotz einer kleineren Schwächephase wurde Muothatal von einem physisch und mental starken Muri klar in die Knie gezwungen. Das Heimteam stellte einmal mehr unter Beweis, was man mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung erreichen kann.

(od). Die vergangenen Partien der 1.Liga Mannschaft des TV Muri hinterliessen immer wieder einen bitteren Nachgeschmack. Man konnte sehen, dass eigentlich mehr möglich wäre, wenn kleine Unstimmigkeiten behoben würden. Hinzu kam inzwischen noch die Problematik des linken Flügels, da sowohl die erste als auch die zweite Besetzung ausgefallen sind. Die Antwort des Teams auf diese Umstände hätte besser nicht ausfallen können. Gerade gegen die unangenehmen Gegner aus der Innerschweiz stellten die Murianer wieder einmal unter Beweis, wozu sie fähig sind, wenn der Wille und die Spielfreude vom ganzen Team getragen werden.

Unbestechlicher Zusammenhalt

Die Anfangsphase der Partie verlief ausgeglichen. Beide Mannschaften waren von Beginn weg bereit und wach. Mit einer jeweils starken Defensive fielen die Torerfolge zunächst spärlich aus. Der KTV hatte nebst der starken Murianer Defensive zudem noch das Problem mit dem Namen Tobias Wipf. Der Torhüter der Heimmannschaft brachte die Schützen von Muotathal zwischenzeitlich zur Verzweiflung. Auf der Gegenseite spielten die Klosterdörfler konzentriert und mit dem nötigen Zug aufs Tor. So konnte vor allem der Rückraum regelmässig Punkten, was zu einem veritablen Vorsprung verhalf. Den Abschluss einer erfolgreichen ersten Halbzeit markierte ein starker Jan Heusi, welcher die Kugel in letzter Sekunde noch einmal erfolgreich in die Maschen donnerte. Nach dem Kabinengang ging es vorerst ausgeglichen weiter. Trotz dem Vorsprung von sechs Toren gab sich Muri weiterhin konzentriert und konnte die Differenz vorerst aufrechterhalten. Doch die Muotathaler gaben sich kampffreudig und blieben weiterhin unbeirrt an ihrem Gegner dran.

Als Muri dann zwanzig Minuten vor Abpfiff bereits den vierten Penalty in Serie in den Sand setzte, witterte das Auswärtsteam noch einmal eine Chance. Mit einer veränderten Abwehrtaktik versuchten sie Muri aus dem Konzept zu bringen und setzten damit zur Aufholjagd an. Während die Murianer deshalb im Angriff etwas haderten, kämpften sich ihre Gegner mit viel Engagement auf zwei Tore heran. Näher sollten sie in diesem Spiel aber nicht mehr kommen. Die kurze Muotathaler Stärkephase wurde vom heimischen Teamgeist jäh zerbrochen. Defensiv weiterhin stabil hatte man sich auf die neue Abwehr der Innerschweizer eingestellt und so wurden postwendend vier erfolgreiche Angriffe gefahren, während die Gegner den Ball nicht ein einziges Mal im Tor unterbrachten. Daraufhin folgten etwas ruhigere Schlussminuten, wobei die Murianer ihren Vorsprung konsequent verwalteten.

Betrachtet man lediglich den Verlauf der Tore, hatten die Klosterdörfler das Spiel grösstenteils im Griff. Vielmehr war es aber die Art und Weise, wie sie dies taten, was dieses Spiel ausmachte. Vom Oldie Wipf bis zum Youngster Angehrn gab jeder auf dem Feld und auf der Bank vollen Einsatz, um seinem Team bestmöglich zu helfen. Genau diese Mentalität war es, welche die Murianer schliesslich zum zweiten Saisonsieg führte.

Mit Selbstvertrauen nach Altdorf

Für das nächste Spiel gilt es, diesen positiven Schwung mitzunehmen. Als nächstes steht der KTV Altdorf auf dem Spielplan. Mit dieser Mannschaft hat Muri in der jüngeren Vergangenheit keinerlei Erfahrungen gemacht. Angesichts der Leistung, welche die Urner in den bisherigen Spielen bisher ablieferten, wird die Aufgabe für die Murianer kaum einfacher. In den ersten fünf Austragungen musste sich der KTV nur gegen Olten geschlagen geben. Während aber diese Niederlage noch frisch ist, kann sich Muri mit einem verdienten Sieg im Rücken in diese Begegnung stürzen. Wenn das Team von Trainer Bruggmann eine vergleichbare Teamleistung abzurufen vermag, sind auch gegen Altdorf Punkte zu holen.

Handball, 1. Liga, Gruppe 3: TV Muri – KTV Muotathal 26:21 (14:8)
Muri Bachmatten. - Zuschauer: 190. – SR: Bächli David, Sejdaj Samir. – Strafen: 4 mal 2 Minuten gegen Muri; 5 mal 2 Minuten gegen Muotathal
Muri: Wipf, Daepp, Staubli (2), Kaufmann (5), Heusi (8), Angehrn (1), Schöpfer, Burkart, Dominik Lang (3), Schwenkfelder, Frei (2), Daniel Lang (1), Zucker (4),
Muotathal: Oechslin, Remo Betschart, Martin Betschart (1), Imhof, Schelbert, Suter (3), Nauer (8), Ivo Betschart, Henseler (1), Heinzer (2), Roos (4), Gwerder (1), Kurti (1)
Bemerkungen: Muri ohne Femiano, Käser, Schleiss (alle Verletzt). - Siebenmeter: Muri 1/5, Muotathal 2/5.