Mit der SG HV Olten verbindet der TV Muri keine positiven Erinnerungen. Dies war schon so, als Paul Stöckli Cheftrainer und später Co-Trainer war. Seit Anfang Saison sitzt der Buttwiler wieder auf der Bank der Klosterdörfler. Dabei hat er Veränderungen festgestellt.

(ws) Der Partie TV Muri gegen die SG HV Olten vom kommenden Sonntag schaut man aus einheimischer Sicht mit gemischten Gefühlen entgegen. So ging man bei den vergangenen sechs Duellen gegen die Solothurner immer als Verlierer vom Spielfeld. Diese unliebsamen Erfahrungen machte schon der neue, alte Co-Trainer Paul Stöckli in seiner Zeit als Cheftrainer. Auch sein Nachfolger Claude Bruggmann schaute gegen Olten immer in die Röhre.

«Unbekümmertheit ist etwas abgeflacht»

Nach zwei Jahren Pause ist Paul Stöckli als Co-Trainer bei den Freiämtern wieder im Geschäft. Gleichzeitig amtet er auch als Sportchef. Diese Funktion übernahm er von Reinhard Sauer. «In den zwei Jahren habe ich bei den U-11 Junioren geholfen. Gleichzeitig habe ich mich von der intensiven Zeit davor erholt und den TV Muri eher aus der Distanz beobachtet», so Stöckli. Personell hat sich in der Mannschaft in dieser Zeit wenig verändert. Zuzüge und Abgänge sind an einer Hand abzuzählen. Dennoch stellt Stöckli Veränderungen fest: «Heute sieht man die Handschrift von Claude Bruggmann noch deutlicher. Vor allem im taktischen Bereich hat er einiges eingebracht. Die Mannschaft ist auch reifer geworden. Die Unbekümmertheit aus meiner Zeit ist etwas abgeflacht. Was nicht nur ein Vorteil ist.»

Mit eigenen Kräften an der Spitze etablieren

In seiner Funktion als Sportchef hat er sich kurz- und langfristig Ziele gesetzt. «Kurzfristig wollen wir uns auf der rechten Seite verbessern. Das Fehlen der beiden starken Linkshänder Jonas Heusi und Tobias Kaufmann macht sich bemerkbar. Dort müssen wir durchschlagskräftiger werden. Transfers sind aber keine geplant», stellt Stöckli klar. Langfristig wolle man sich an der Spitze halten. Dieses Unterfangen solle aber mit eigenen Kräften gelingen. Weiter brauche es im Team nach rund fünf Jahren Zusammengehörigkeit Veränderungen. Dabei denke er an frisches Blut aus den eigenen Reihen und an neue Ideen. Aktuell funktioniere es aber immer noch gut. «Man kann aber nicht ausschliessen, dass es in einer gewissen Situation nötig ist, einen externen Spieler zu holen. Diese Option wollen wir uns offen halten», sagt er.

Abstiegsrunde ist realistisch

Auf die aktuelle Spielzeit angesprochen, macht er sich keine Illusionen: «Man kann nicht wegdiskutieren, dass die ersten beiden Ränge schwer zu erreichen sind. Die Favoriten sind gegeben. Das bringt es mit sich, dass wir davon reden, für die Abstiegsrunde bereit zu sein.» Er sei sich sicher, dass man im Januar bereit sei. Da habe er keine Bedenken. Man habe bewusst eine lange Sommerpause eingelegt. In den vergangenen Jahren habe man praktisch immer durchtrainiert. Gewisse Spieler hätten eine Pause gebraucht.

Für Stöckli steht am Sonntag keine einfache Partie bevor. Für ihn ist Olten Gruppenfavorit. «Das wird schwierig für uns. Da müssen wir unser bestes Spiel auspacken, um zu bestehen. Mit Disziplin und Tempo, wie gegen Emmen in den ersten 40 Minuten, ist eine Überraschung möglich», hofft er.

Vorschau
 
So, 29.09.2019 | 16:00 Uhr
TV MURI - SG HV Olten
Muri Bachmatten
1. Liga